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Nina Schmidtmann, Lisa Schmiedlin, Markus Seifert
Polit-Talkshows sollen ein Schaufenster politischer und gesellschaftlicher Vielfalt sein – doch wer bekommt tatsächlich das Wort? Der Beitrag untersucht dies am Beispiel der MDR-Sendung Fakt ist!. Die Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsfeld, in dem öffentlich-rechtliche Talksendungen zwischen Vielfalt und dem Umgang mit kontroversen Akteuren agieren: Trotz großer Themenbreite deuten sie darauf hin, dass die Repräsentation parteipolitischer und gesellschaftlicher Vielfalt nicht in allen Bereichen ausgeglichen ist, insbesondere mit Blick auf die AfD und das BSW.

Politische Kommunikation und Wahlwerbung sind auf digitalen Plattformen nicht mehr wegzudenken. Bei der Bundestagswahl 2025 spielte der digitale Wahlkampf eine noch bedeutendere Rolle als in den Vorjahren, insbesondere in der Ansprache junger Wählerinnen und Wähler.

Die moderne postindustrielle Gesellschaft wird zunehmend pluralistisch und komplex, wodurch traditionelle Milieus verschwinden und die Politik ihre Steuerungsfähigkeit zu verlieren droht. In der Medienlandschaft entsteht eine ähnliche Entwicklung, wobei etablierte Medien versuchen, Homogenität darzustellen, während Abweichungen eher außerhalb stattfinden.

Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski hat 2024 das viel beachtete Buch Die vulnerable Gesellschaft veröffentlicht und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs angeregt. mediendiskurs sprach mit ihr über Verletzlichkeit und das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und staatlicher Sicherheitsgewährung

Digitale Gewalt ist nicht nur belastend für die betroffene Person – sie ist auch eine Gefahr für unsere Demokratie. Nur wenn Menschen sich im digitalen Raum ohne Angst vor Gewalterfahrungen bewegen und ihre Meinung frei äußern können, kann Demokratie auch im Netz gelebt werden.

Während der Corona-Pandemie kursierten viele Falschaussagen und Verschwörungserzählungen, durch die Jugendliche verunsichert wurden. Im Interview geht es um die Informationsbedarfe der Jugendlichen, die Rolle des deutschen Bildungssystems und die Notwendigkeit von Vertrauen in politische Institutionen und etablierte Medien.

Kinder und Jugendliche altersentsprechend an allen sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen, ist eine der zentralen Forderungen der UN-Kinderrechtskonvention. Seit einiger Zeit werden Kinder und Jugendliche vermehrt auch im Jugendmedienschutz über Beiräte mit Jugendbeteiligung und über Workshops eingebunden.
J. Kretzschmar, M. Beiler, U. Krüger, F. Döring: Von Lügenpresse und abgehobenen Eliten. Journalismus- und Demokratievertrauen in Sachsen
Philipp Buchallik: Meinungsfreiheit auf digitalen Plattformen. Dynamiken und Konstellationen herabsetzender Kommunikation
Stephan Russ-Mohl (Hrsg.): Streitlust und Streitkunst. Diskurs als Essenz der Demokratie
Petra Grimm, Oliver Zöllner (Hrsg.): Digitalisierung und Demokratie. Ethische Perspektiven
Dominik Maeder, Herbert Schwaab, Stephan Trinkaus, Anne Ulrich, Tanja Weber (Hrsg.): Trump und das Fernsehen. Medien, Realität, Affekt, Politik
Gespräch mit Carsten Brosda
Das Medienangebot wächst rasant und kreativ, bringt jedoch zahlreiche Probleme wie Datenschutz, Jugendschutz, Fake News und Hate Speech mit sich. Dr. Carsten Brosda betont, dass Medienpolitik entscheidend für die Demokratie ist, stellt jedoch die Herausforderung, wie gesetzgeberische Prozesse mit der schnellen Entwicklung der Medienlandschaft Schritt halten können.
Tilmann P. Gangloff
Öffentlich-rechtliche Sender wie WDR und ZDF galten lange als unangreifbar – unkündbare Angestellte und überstandene Skandale festigten dieses Image. Tiefgreifende Reformen scheiterten bisher, doch nun plant die Medienpolitik Einschnitte: Diverse Radio- und TV-Programme sollen gestrichen werden. Die dritten Programme der ARD bleiben jedoch unangetastet.
Gespräch mit Maren Urner
Maren Urner ist Neurowissenschaftlerin, Professorin für Nachhaltige Transformation und eine Pionierin des Konstruktiven Journalismus. Sie ist der Meinung, dass die Politik und wir alle uns viel stärker mit unseren Emotionen auseinandersetzen sollten. Im Gespräch zu ihrem Buch Radikal emotional: Wie Gefühle Politik machen erklärt sie warum.
Joachim von Gottberg
In Art. 5 Abs. 1 Grundgesetz (GG) wird eine sehr weitgehende Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit garantiert. Allerdings ist diese Freiheit nicht grenzenlos. Stößt das Recht auf Meinungsfreiheit auch dann an Grenzen, wenn Medien die verfassungsrechtliche Ordnung bekämpfen wollen und sich offen für den Sturz des Systems aussprechen?
Gespräch mit Maja Göpel
Prof. Dr. Maja Göpel, Politökonomin, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforschung, sagt: „Aus der Notwendigkeit, zu handeln, kommen wir nicht heraus.“ Um der Klimakrise zu begegnen, müsse die Gesellschaft anfangen, Dinge umzusetzen, statt immer nur auf Gradzahlen zu starren.
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