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Gespräch mit Maren Urner
Maren Urner ist Neurowissenschaftlerin, Professorin für Nachhaltige Transformation und eine Pionierin des Konstruktiven Journalismus. Sie ist der Meinung, dass die Politik und wir alle uns viel stärker mit unseren Emotionen auseinandersetzen sollten.

Der Beitrag diskutiert, wie soziale Medien Emotionen und affektive Intensitäten erzeugen und wie Funktionsweise und Distributionslogik sozialer Medien maßgeblich durch Emotionsregeln und gesellschaftliche Affektdynamiken strukturiert werden.

Ein studentisches Forschungsprojekt an den Schulen Lüneburgs zeigt, dass das junge Publikum TikTok nicht allein wegen des Unterhaltungswertes nutzt, sondern auch, um die eigenen Gefühle zu regulieren. Mood-Management durch TikTok – geht das?

Aus psychologischer Sicht spielen Emotionen eine große Rolle im Hinblick auf die Frage, was wahr und was falsch ist. Die Angst vor Orientierungsverlust sichert das Überleben und treibt die Suche nach Wahrheit an, auch wenn angenehme und schmeichelhafte Fehleinschätzungen häufig einen das Ich stabilisierenden Effekt haben.

Wenn man sich während eines Wahlkampfes die Botschaften auf Plakaten ansieht, findet man Sprüche, die auf Sympathie oder Emotionen setzen und von rationalen Argumenten weit entfernt sind. Dr. Sabine Döring beschäftigt sich mit der Fage, welche Rolle die Emotionen im politischen Diskurs spielen.

Der Beitrag geht dem Wechselverhältnis zwischen der Emotion „Wut“ auf der einen Seite und sozialen Medien auf der anderen Seite nach. Dabei wird u. a. herausgearbeitet, inwiefern sozialmediale Arrangements zu einem aufgeheizten und emotionalisierten Diskursklima beitragen.

In den sozialen Netzwerken häufen sich rund um den Jahreswechsel Beiträge zu Selfcare-Routinen für ein „besseres Ich“. Ein Versprechen, das die Umsetzung dieser Vorsätze erleichtern soll, taucht dabei seit einigen Jahren besonders häufig auf: die Manifestation.

Glück ist in Filmerzählungen entweder das Ergebnis großer Anstrengungen, seltsamer Zufälle oder der richtigen Pillen. Und die glücklichsten Held:innen entsteigen einer Kulisse aus Unglück.

Tut Mediennutzung den Menschen gut und macht sie glücklich oder – wie die Diskussionen über die möglichen negativen Auswirkungen der Nutzung sozialer Medien nahelegen – macht Mediennutzung Menschen weniger glücklich?
C. Töpper-Ko: Mediale Affektökonomie. Emotionen im Reality TV und deren Kommentierung bei Facebook
C. Wagner, M. Stiglegger (Hrsg.): Film – Bild – Emotion. Film und Kunstgeschichte im postkinematographischen Zeitalter
D. Maeder, H. Schwaab, S. Trinkaus, A. Ulrich, T. Weber (Hrsg.): Trump und das Fernsehen. Medien, Realität, Affekt, Politik
M. Lünenborg, C. Töpper-Ko, L. Sūna, T. Maier: Affektive Medienpraktiken. Emotionen, Körper, Zugehörigkeiten im Reality TV
Gespräch mit Julia Döring
Peinliche Situationen, in die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Realityshows mit Vorsatz gebracht werden, gehören zum Standardrepertoire dieser Formate. Warum sehen Zuschauende sich das so gern an, obwohl es doch eher unangenehm ist, etwas als peinlich zu empfinden?
Gespräch mit Jürgen Grimm
Das Gewaltniveau und die Gewaltakzeptanz in der Gesellschaft sind in den letzten Jahren gestiegen, konstatiert Prof. i. R. Dr. Jürgen Grimm. Welche Rolle dabei die Medieninhalte spielen und inwiefern ihre Wirkungen sich verändert haben, hat mediendiskurs mit ihm besprochen.
In welcher Stimmung sind Menschen, wenn sie Videos schauen? Ist ein System erkennbar, in welcher Laune Menschen beispielsweise die YouTube-Serie 7 vs. Wild, den Tatort im klassischen TV oder die geliebte Netflix-Serie anschalten? Screenforce, eine Initiative der TV-Vermarkter:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Fernsehen und Bewegtbild, hat die unterschiedlichen Nutzungsmuster (Moods) beim Konsum von Bewegtbildmedien untersucht.
Anne Bartsch, Andrea Kloß
Emotionen beeinflussen maßgeblich die Art und Weise, wie das Publikum mit Gesundheitsbotschaften umgeht. Gefühle wie Angst, Wut, Freude oder Empathie sind nicht nur Nebenprodukte der Informationsverarbeitung, sondern sie können Einfluss darauf nehmen, wie Rezipient:innen eine Medienbotschaft wahrnehmen und verarbeiten.
Eva Lütticke
Wie sieht ein gelungenes, vielleicht sogar perfektes Leben aus? Schaut man auf TikTok, Instagram & Co., scheinen sich viele Menschen einig zu sein: Ein solches Leben ist produktiv, der Selbstoptimierung gewidmet und besteht aus nicht endenden To-do-Listen. Unter dem Hashtag #thatgirl finden sich allein auf Instagram über 1,2 Mio. Beiträge, auf TikTok wurden Inhalte mit dem Hashtag über 16 Mrd. Mal aufgerufen.
tv diskurs 1/2019, Ausgabe 87
Im Rahmen des Titelthemas geht tv diskurs 87 dem Phänomen der Empörung auf den Grund: Warum empören wir uns so gerne und warum ist die Aufdeckung von Normverstößen ein derartig erfolgreiches Geschäftsmodell? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Netzwerke, in denen Empörung oft in Hasstiraden eskaliert? Bedeutet die Beliebtheit medialer Normverstöße einen Angriff auf die Regel oder braucht eine Gesellschaft Skandale und Empörung, um sich regelmäßig ihrer Bedeutung zu versichern?
Gespräch mit Sarah Diefenbach
Soziale Beziehungen sind entscheidend für unser Empfinden von Glück und für die Selbsteinschätzung, ob wir unser Leben als gelungen bewerten, so das zentrale Ergebnis der Harvard-Langzeitstudie zu Glück. Aber gilt das auch für soziale Kontakte in der digitalen Welt? Wie wirken sich die Psychologie und die Eigendynamik sozialer Medien auf die Suche nach dem Glück aus?
Gespräch mit Adanna Asamonye
Adanna Asamonye (21) begann ihr Studium während der Coronapandemie, als Begegnungen ausschließlich über Zoom stattfanden und der Austausch mit Gleichaltrigen stark eingeschränkt war. Im Interview teilt sie ihre Erfahrungen und Ansichten zu Einsamkeit und der Rolle sozialer Medien.
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