Aktuelle Themen:
EMOTIONEN  |  GEWALT  |  KI  |  SOCIAL MEDIA

 


Medienethik ist Menschenethik

Gespräch mit Christian Schicha

Medien + Ethik | Medienethische Fragen spielen im Jugendschutz eine wichtige Rolle. Das zeigt sich nicht nur bei der Forderung nach einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, sondern auch in aktuellen Debatten um Deepfakes. Wie reagiert die Medienethik auf solche Debatten und technologischen Entwicklungen? Hat sie Antworten auf Fragen, die sich durch Algorithmen, Bildmanipulationen, Deepfakes und KI ergeben? Darüber sprach Prof. i. R. Dr. Lothar Mikos mit Dr. Christian Schicha, Professor für Medienethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen.

   

Auf einer Schaukel sitzend betrachtet eine Seniorin ihr Smartphone.

Alter(n) und digitale Medien – (wie) geht das zusammen?

Bernward Hoffmann

Altern + Medien  | Die Lebenswelt wird digitaler, die Gesellschaft „grauer“, d. h. mit dem demografischen Wandel im Schnitt immer älter. Ob und wie das zusammengeht, darum geht es in diesem Beitrag. 

Still aus dem Indie-Game „Consume Me“

„Das Leben ist chaotisch und kompliziert.“

Jan Bojaryn

Games + Selbstoptimierung | Folge diesen simplen Schritten für ein Happy End: Das autobiografische Videospiel Consume Me von Jenny Jiao Hsia und AP Thomson erzählt zugespitzt von einer Jugend zwischen Selbstoptimierung und Essstörung. Einfachen Lösungen verweigert es sich.

   

Abstraktes Foto eines TV-Störbildes

„In ein paar Jahren wird es zu spät sein.“

Gespräch mit Tilo Bernhardt

Kinder- und Jugendfilm | Bei der Berlinale 2026 wurden in der Sektion „Generation" Kplus 41 Kurz- und Langfilme präsentiert, die einen genaueren Blick auf den Kinder- und Jugendfilm abseits des Kinomainstreams ermöglichten. Mit dieser Sektion, gibt die Berlinale einer besonders kinoaffinen Zielgruppe die Möglichkeit zu einer diverseren Filmsozialisation.

Filmstill PLUR1BUS

Freundliche Übernahme

Vera Cuntz-Leng

Serie | In PLUR1BUS nimmt Vince Gilligan seine Zuschauer:innen mit auf eine Reise in eine dystopische, nicht allzu ferne Zukunft und erzählt mit cineastischen Bildern und in langsamen Tempo von einer Welt, in der die großen Probleme zwar gelöst sind, aber das Individuum ausgelöscht wurde. Damit adressiert die Serie eindrücklich eine Reihe ganz aktueller gesellschaftlicher Fragen. 

   

Filmstill Chicas Tristes, R.: Fernanda Tovar (MEX, ESP, FRA 2026) (© Rosa Hadit Hernández, Colectivo Colmena)

Vom Einzelnen zur Gemeinschaft

Moritz Stock

Kinder- und Jugendfilm | Bei der Berlinale 2026 wurden in der Sektion „Generation" Kplus 41 Kurz- und Langfilme präsentiert, die einen genaueren Blick auf den Kinder- und Jugendfilm abseits des Kinomainstreams ermöglichten. Mit dieser Sektion, gibt die Berlinale einer besonders kinoaffinen Zielgruppe die Möglichkeit zu einer diverseren Filmsozialisation.

Verloren im Wandel?

Werner C. Barg

Film | Der Beitrag beleuchtet anhand aktueller Filme im Kino und Stream, wie Filmemacher in ihren Erzählungen die gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen und Krisenzustände thematisieren, kommentieren und zu bewältigen versuchen.

   

   

   

Ein futuristisches Bild von Daten mit Umrissen von Menschen.

Die Zukunft der KI

Gespräch mit Michael Schwertel

KI + Regulierung | Innovationen bei Kommunikationsmedien gab es immer. Aber noch nie hat sich eine Technik so schnell entwickelt wie aktuell die Künstliche Intelligenz. Im Interview spricht Prof. Michael Schwertel über algorithmische Zukunftszenarien, die Chancen und Risiken für Nutzende sowie Verbote und Teilhabe. 

Kinderrechte ernstnehmen!

Manfred Liebel, Philip Meade

Games + Medienkompetenz | Medienkompetenz lässt sich auch spielerisch fördern: zum Beispiel mit Lernspielen (Serious Games), die Themen wie Cybermobbing oder Datenschutz interaktiv erfahrbar machen. Ein Gespräch mit der Mediendidaktikerin Dr. Lisa König – und ein Listicle mit Spielempfehlungen.

   

Einlassungen eines besorgten Glücksspielforschers

Gespräch mit Tobias Hayer

Glücksspiel | Mit der Digitalisierung hat sich die Zahl der Glücksspielangebote in den letzten Jahren rasant vervielfacht. Zunächst verboten, sind Online-Glücksspiele seit 2021 frei zugänglich und über den Glücksspielstaatsvertrag geregelt. Dr. Tobias Hayer ist Psychologe und beschäftigt sich an der Universität Bremen mit den verschiedenen Facetten der Glücksspielsucht. 

Ein schnelldrehendes Karussell mit den Worten „Verbote“, „Altersgrenzen“ und „Age-Check“.

Die große Sehnsucht nach dem Stopp-Knopf gegen Unbehagen

Stephan Dreyer

Jugendmedienschutz | Verbote, Altersgrenzen, Age Checks: 2026 erlebt der Jugendmedienschutz ein Comeback der vermeintlich einfachen Lösungen. Stephan Dreyer nimmt in seiner Glosse die politische Sehnsucht nach dem Stopp-Knopf gegen digitales Unbehagen unter die Lupe und zeigt, warum Symbolpolitik beruhigt, aber selten befähigt.

   

Darstellung des Killer-Clowns (Ausstellung „Serial Killer. The World Exhibtion“)

Beruhend auf wahren Begebenheiten

Eva Lütticke

True Crime | In einer Ausstellung über Serienmörder wurden reale Verbrechen in einer Art präsentiert, die vielen Besucher*innen vertraut sein dürfte: Biografien, Tatabläufe und psychologische Deutungen fügen sich zu Erzählungen, wie man sie aus True-Crime-Dokumentationen kennt – nur diesmal nicht auf dem Bildschirm, sondern im realen Raum.

Mehrere Hände mit Mikrofonen ragen ins Bild.

Reden alle mit?

Nina Schmidtmann, Lisa Schmiedlin, Markus Seifert

Medien + Forschung | Polit-Talkshows sollen ein Schaufenster politischer und gesellschaftlicher Vielfalt sein – doch wer bekommt tatsächlich das Wort? Der Beitrag untersucht dies am Beispiel der MDR-Sendung Fakt ist!. Die Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsfeld, in dem öffentlich-rechtliche Talksendungen zwischen Vielfalt und dem Umgang mit kontroversen Akteuren agieren.

Illustration einer Hand mit Gaming-Controller

Fake News, Algorithmen und Dark Patterns durchschauen

Achim Fehrenbach

Games + Medienkompetenz | Fast alle Kinder und Jugendliche nutzen Social-Media-Plattformen und Online-Games. Medienkompetenz wird deshalb immer wichtiger – und lässt sich auch spielerisch fördern: zum Beispiel mit Lernspielen, die Themen wie Cybermobbing oder Datenschutz interaktiv erfahrbar machen. Ein Gespräch mit der Mediendidaktikerin Dr. Lisa König – und ein Listicle mit Spielempfehlungen.

   

   

mediendiskurs 112, 2/2025

Rache

Vergeltung in den Medien

Rache fasziniert als soziales, kulturelles und psychologisches Phänomen. Sie bewegt sich im Spannungsfeld von Schmerz, Gerechtigkeit und Gewalt, zwischen spontaner Emotion und öffentlicher Inszenierung.

mediendiskurs untersucht, weshalb Vergeltung und Gewalt eine so nachhaltige Faszination ausüben und wie sie in medialen und sozialen Kontexten auf unterschiedlichste Weise verhandelt werden. Rache erscheint dabei nicht nur als Handlungsmotiv, sondern auch als kultureller Reflex auf Macht, Ungerechtigkeit und das Bedürfnis nach Ordnung. So sind Racheszenarien in den Medien immer auch ein Spiegel ihrer Zeit und offenbaren, wie in Gesellschaft und Öffentlichkeit gerade über Gerechtigkeit, Verantwortung und emotionale Gewalt gedacht wird.

Schriftzug „What you seek is seeking you"

Alles ist möglich, außer zweifeln

Eva Lütticke

Manifestieren + Social Media | Der Jahresanfang gilt traditionell als Zeit der guten Vorsätze. Neu ist jedoch der Ort, an dem sie heute verhandelt werden: die sozialen Netzwerke. Rund um den Jahreswechsel häufen sich dort Beiträge zu Selfcare-Routinen und Erfolgsgeschichten eines „besseren Ichs“. Ein Versprechen, das dabei besonders häufig auftaucht, soll die Umsetzung erleichtern: die Manifestation.

Füße, deren Nägel rot lackiert sind.

Körperbilder – so alt wie das Kino selbst

Werner C. Barg

Kino | Körperbilder sind so alt wie die Bildenden Künste und die Fotografie, erfuhren aber durch die Erfindung bewegter Filmbilder neue Darstellungsdimensionen, die über den „frozen moment“ des Gemäldes oder des Fotos hinausweisen. Der Beitrag arbeitet anhand historischer und aktueller Filmbeispiele Facetten der Darstellung des menschlichen Körpers heraus, die von jeher konstitutiv für Schaulust und Kinofaszination waren.

   

„Der digitale Raum ist kein rechtsfreier Raum.“

Gespräch mit Gesa Gräfin von Schwerin

Medienbildung | Die Rechtsanwältin Gesa Gräfin von Schwerin klärt mit ihrem Präventionsprojekt  „Law4School“ Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte über Rechte und Pflichten im digitalen Raum auf. Im Gespräch mit mediendiskurs wird deutlich, dass das Thema „digitale Gewalt“ in der Bildungspolitik, insbesondere in der Lehramtsausbildung, bislang kaum berücksichtigt wird.

Eine Frau liegt im Chaos unter einem Wäscheberg.

„ADHS ist in den sozialen Medien weniger eine medizinische Kategorie als eine bestimmte Art, Mensch zu sein.“

Theo Parker

ADHS + Social Media | Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird auf Social Media neu verhandelt: Zwischen Selbstdiagnosen, „Superpower“-Erzählungen und Community-Begriffen entstehen Deutungsräume, die weit über die medizinischen Kriterien hinausreichen.

   
 

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