Der Digital Services Act ist da. Und nun?

Zum aktuellen Stand aus der Perspektive des Mediensektors

Mark D. Cole

17.02.2024 | Stichtag: Ab dem 17. Februar 2024 gilt der Digital Services Act (DSA) vollumfänglich in der EU. Zwar wurde der DSA bereits am 16. November eingeführt, jedoch erhielten die Anbieter eine Übergangszeit, um ihre Rechtskonformität vorzubereiten. Nun werden die neuen Regelungen des DSA wirksam, die darauf abzielen, europäische Verbraucherinnen und Verbraucher sowie ihre Grundrechte im digitalen Raum zu schützen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen sicherzustellen. Grund genug, erneut einen Blick auf den im Jahr 2023 erschienenen Beitrag von Dr. Mark D. Cole zu werfen, der an Aktualität nichts eingebüßt hat und die neuen Regelungen erläutert.


PRAXIS | md.plus

Autofiktion im Kino

Wenn Regisseure von ihrem Leben erzählen

Werner C. Barg

14.02.2024 | In der Literatur ist der Trend zum autofiktionalen Erzählen schon länger zu beobachten. Aktuell entdecken auch international renommierte Regisseure Episoden aus dem eigenen Leben als Filmstoff und knüpfen damit an eine filmhistorische Tradition an. Der Beitrag geht diesem Trend und seinen historischen Wurzeln nach.


INTERVIEW | md.plus

„Es tut nicht weh, seine Meinung zu ändern.“

Barbara Bleisch im Gespräch mit Hanno Sauer

31.01.2024 | Die Entwicklung der menschlichen Moral hat schon viele Denker beschäftigt, allen voran Friedrich Nietzsche in seiner Genealogie der Moral. Dr. Hanno Sauer, Philosoph und außerordentlicher Professor für Ethik an der Universität Utrecht, hat mit seinem neuen Buch Moral. Die Erfindung von Gut und Böse eine weitere umfangreiche Globalgeschichte unserer Werte und Normen vorgelegt. Am interessantesten liest sich das Buch, wenn es um die neueste Geschichte geht. Sauer gibt sich nämlich trotz überreizter Debatten über „Wokeness“, „Tugendterror“ und „Moralismus“ versöhnlich: Die Polarisierung in der Gesellschaft hält er lediglich für eine „Sortierung“. Im Großen und Ganzen sei man sich über die zentralen moralischen Werte einig.


05.02.2024 | „Wehmeier betrachtet Rauschszenen im Film als experimentelle Inseln, die zumeist in konventionell gestalteten Spielfilmen herausstechen. Sie besitzen also einen gewissen Eigenwert und wirken ‚antirepräsentationell‘“, schreibt unser Rezensent zu Henrik Wehmeiers Buch Rausch und Film.


Sexuelle Angebote im Netz und ihre Wirkungen

Pornosucht und neue Ansätze der Therapie

Joachim von Gottberg im Gespräch mit Rudolf Stark

24.01.2024 | Internetportale, die Pornografie zugänglich machen, sind nach deutschem Recht zur Alterskontrolle ihrer Nutzer verpflichtet. Pornoportale aus dem Ausland halten sich aber häufig nicht an diese Vorschrift. Versuche der Medienaufsicht, sie zur Vorschaltung eines Altersverifikationssystems zu zwingen, sind bisher gescheitert. Pornografisches Material bleibt damit für jeden mit Internetzugang eine enorm leicht zugängliche Ressource. In Deutschland leiden etwa eine Million Menschen unter Pornosucht. Dr. Rudolf Stark, Professor für Psychotherapie und Systemneurowissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, leitet ein Projekt, das, unterstützt durch eine speziell entwickelte App, Pornosüchtige therapieren soll. mediendiskurs traf ihn zum Interview.

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KI und ihre Risiken für Demokratie und Jugendmedienschutz

Dr. Jörg Ukrow über die Regulierung von Künstlicher Intelligenz

Claudia Mikat im Gespräch mit Jörg Ukrow

18.01.2024 | Dr. Jörg Ukrow ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR) und stv. Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Claudia Mikat, Geschäftsführerin der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), sprach mit ihm über Regulierungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz und warum KI auch eine Aufgabe des Jugendmedienschutzes sein muss.


PRAXIS | md.plus

Das Ende des Streamings, wie wir es kennen

Oder: Wie Kulturtechniken des Fernsehens Streaming verändern

Lothar Mikos

08.01.2024 | Der Streamingmarkt verändert sich. Während bisher vor allem das SVoD-Modell (Subscription-Video-on-Demand) wie Netflix im Fokus stand, haben sich mit dem Aufkommen von FAST (Free Ad Supported Streaming) die Konzepte geändert. Plattformen passen sich vermehrt den Strukturen des klassischen Fernsehens an, wodurch die Attraktivität von SVoD abnimmt und neue Geschäftsmodelle aufkommen.


PRAXIS | md.plus

Warum wir stolz darauf sein sollten, billiges Reality-TV zu schauen

– und andere aktuelle Erkenntnisse von der ECREA Television Section Conference 2023

Malin Binding

04.01.2024 | Die Television Section Conference 2023 (ECREA) präsentierte Einblicke in die aktuelle Fernsehlandschaft. Von der Transformation digitaler Streaming-Dienste bis hin zur Anerkennung von Low-Budget-Reality-TV – die Vorträge zeigten die Vielfalt und Relevanz moderner Fernsehformate.


PRAXIS | md.plus

Drei Perspektiven auf Repräsentation und Diversität

ECREA Television Section Conference 2023

Tinett Marie Kähler

29.12.2023 | Vom 25. bis 27. Oktober fand die Television Section Conference der European Communication Research and Education Association (ECREA) in Potsdam statt. Das Thema der Konferenz: Redefining Televisuality: Programmes, Practices, Methods. In diesem Beitrag fasst Tinett Marie Kähler, Studentin der Medienwissenschaften an der Filmuniversität Babelsberg, ausgewählte Panels zu den Themen Repräsentation und Diversität in TV und Streaming zusammen und zeigt aktuelle Trends auf.


PRAXIS | md.plus

Zwischen Seesternen, Vulven und Wattestäbchen

Das 18. „Pornfilmfestival Berlin“ im Kontext aktueller Pornografie-Diskurse

Nicola Döring

20.12.2023 | Das Pornfilmfestival Berlin ist erwachsen geworden: Es fand vom 24. bis 29. Oktober 2023 zum 18. Mal statt. Der Veranstaltung geht es darum, sich kritisch-konstruktiv mit der Mediengattung Pornografie zu befassen und diese mit künstlerischem, pädagogischem, politischem und ethischem Anspruch weiterzuentwickeln. Wie gut gelingt das?