Warum begehen Menschen Morde?

Über die Faszination des Bösen und die Unterschiede
zwischen Fiktion und Realität


Tilmann P. Gangloff im Gespräch mit Joe Bausch

01.07.2022 |  „Jedes Verbrechen beginnt im Kopf“, meint Joe Bausch (69). Der Arzt war über 30 Jahre lang Leitender Regierungsmedizinaldirektor in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl. TV-Zuschauer:innen kennen ihn als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth aus dem Kölner Tatort an der Seite von Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär. Tilmann P. Gangloff sprach mit ihm über die Intelligenz von Serienmördern, warum fast nur Männer in Sicherheitsverwahrung kommen und ob Fernsehkrimis zur Nachahmung anregen.


WISSENSCHAFT

15 Jahre Mediensozialisation im Fokus der Wissenschaft

Entwicklungen des Medienumgangs im zeitlichen Verlauf

Daniel Hajok

21.06.2022 |  Welchen Einfluss haben Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwächeren bzw. anregungsärmeren Milieus? 18 (heute) junge Erwachsene und ihr Umfeld wurden seit ihrem fünften Lebensjahr in regelmäßigen Abständen zu ihrem Mediengebrauch befragt. Die Ergebnisse dieser Langzeitstudie werden im folgenden Beitrag vorgestellt.


PRAXIS | md.plus

Wie wir lernten, mit der Bombe zu leben

Atomkriegsszenarien in Film als Affirmation und Kritik

Werner C. Barg

16.06.2022 |  Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine geht sie wieder um in Europa: die Angst vor einem Atomkrieg. Der Film als kulturelles Brennglas gesellschaftlicher Zeitstimmungen hat diese Angst, die besonders in den Zeiten des „Kalten Krieges“ latent immer vorhanden war, in unterschiedlichen Szenarien thematisiert. Der folgende Beitrag analysiert realistische Darstellungen des Atomkriegs im Film und ist damit vielleicht hilfreich, mit der aktuellen Kriegsangst besser umgehen zu können.


PRAXIS | md.plus

Grenzfälle und Grauzonen

Eindrücke vom gemeinsamen Workshop der KJM, FSM und FSF zu Reality-Formaten

David Assmann

14.06.2022 | Am 30. Mai 2022 veranstalteten  die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) einen gemeinsamen Workshop. Ein Teilnehmer und Prüfer bei der FSF beschreibt seine Eindrücke.


WISSENSCHAFT

Deutschland zwischen Zuversicht und Angst

Trends der TV-Berichterstattung

Thomas Hestermann

31.05.2022 |  Jahrelang hat das deutsche Fernsehen, getrieben von Rechtspopulisten, immer häufiger über ausländische Tatverdächtige berichtet. Jetzt zeigt eine Langzeitstudie zur TV-Berichterstattung: Zunehmend wird über die Chancen der Integration berichtet. Dafür sind neue Angstthemen präsent, und einige Muster der Verzerrung bleiben.


PRAXIS | md.plus

Unter der Glasdecke

Menschen mit Behinderungen fristen in Filmen und Serien nach wie vor ein Schattendasein

Tilmann P. Gangloff

23.05.2022 | Diversität ist das Schlagwort der Stunde. Endlich ist Schluss damit, dass die TV-Sender in ihren Eigenproduktionen immer bloß Geschichten über die weiße Mittelschicht erzählen. Menschen mit dunkler Hautfarbe spielen Anwälte oder Ärztinnen, es gibt Serien über Personen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen, und selbst bei ARD und ZDF sind homosexuelle Paare mittlerweile fast selbstverständlich. Eine Gruppe ist jedoch vergessen worden: Prominente Ausnahmen wie die kleinwüchsige Schauspielerin Christine Urspruch können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen nach wie vor kaum auftauchen.

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WISSENSCHAFT | md.plus

Kriegskommunikation und Propaganda

Historische Befindlichkeiten, Patriotismus und Lehren für die Zukunft

Joachim von Gottberg im Gespräch mit Jürgen Grimm

20.05.2022 | Welche Strategien stecken hinter der Kommunikationspolitik Putins oder Selenskyjs? Wie könnte ein Ende des Krieges aussehen und was folgt danach? Der Wiener Kommunikationswissenschaftler Dr. Jürgen Grimm schlägt vor, sich der Höhlenkompetenz zu erinnern, und nutzt damit einen Begriff aus der Evolutionsbiologie. 


PRAXIS | md.plus

Kriegsberichterstattung auf TikTok

Kreative Traumabewältigung und Informationskrieg auf einer kind- und jugendaffinen Plattform?

Max de Baey-Ernsten, Doreen Denstädt, Daniel Hajok

10.05.2022 | Krieg wird durch Medien erfahrbar – das ist nicht neu. Die Kriegsdarstellung hat mit der besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebten App TikTok eine neue Dimension erreicht. Neben Tanzclips und Mini-Tutorials gehören Videos von tanzenden Soldaten, Alltagsaufnahmen aus Luftschutzbunkern und Clips von Geflüchteten mittlerweile wie selbstverständlich dazu.


JUBILÄUM | md.plus

Jenseits der guten Kinderstube

Daily Talks in tv diskurs

Christian Richter

11.05.2022 |  Talkshows nahmen in ihrer Ausprägung als tägliche Nachmittagssendung extreme Züge an, die oft mit dem Schlagwort „Schmuddeltalk“ beschrieben wurden. Ein Rückblick auf das Nachmittagsprogramm der 1990er-Jahre und seine Berücksichtigung in den ersten Ausgaben von tv diskurs.


JUBILÄUM

25 Jahre tv diskurs

Ein Streifzug durch die Geschichte des Fernsehens und der Programmentwicklung

Joachim von Gottberg

03.05.2022 | Als das Privatfernsehen noch „neue Medien“ genannt wurde, musste es sich gegen ein etabliertes öffentlich-rechtliches System durchsetzen und probierte Programme aus, die gelegentlich auch Tabus überschritten und in der öffentlichen Kritik standen. tv diskurs griff diese Diskussionen immer auf. So stehen 25 Jahre tv diskurs auch für 25 Jahre Fernsehgeschichte.


TITEL | md.plus

Fremde oder Freunde?

Die Optimierung des Verhältnisses zwischen Mensch und Roboter

Joachim von Gottberg im Gespräch mit Eva Wiese

03.05.2022 |  Wie gehen wir Menschen mit den Maschinen um und was brauchen die Maschinen, um vom Menschen akzeptiert zu werden? mediendiskurs sprach mit Dr. Eva Wiese, Professorin am Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft an der Technischen Universität Berlin, darüber, wie wir das Verhältnis zwischen Mensch und Roboter optimieren können.


POLITIK + RECHT | md.plus

Work in Progress

Ein Jahr reformiertes JuSchG: Einiges hat sich bewährt, aber es gibt nach wie vor Baustellen

Tilmann P. Gangloff

27.04.2022 | Beim Jugendmedienschutz ist es ähnlich wie beim Klimawandel: Die meisten Eltern halten das Thema für wichtig, aber ihre Eigeninitiative ist überschaubar. Seit dem 1. Mai 2021 ist das reformierte Jugendschutzgesetz in Kraft. In den Einrichtungen – sowohl der Selbstkontrolle wie auch der behördlichen Aufsicht – sieht man noch einigen Handlungsbedarf.


POLITIK + RECHT | md.plus

Medien als Waffe

Gefakte Kriegsdarstellungen aus der Sicht des Medien- und Völkerrechts

Joachim von Gottberg im Gespräch mit Rolf Schwartmann

11.04.2022 | Nach dem Völkerrecht und dem Medienrecht der Staaten gibt es für Kriegspropaganda und Aufforderung zur Gewalt rechtliche Grenzen. Was bedeutet das für staatlich betriebene Kriegspropanda und die sozialen Netzwerke? mediendiskurs sprach darüber mit Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH Köln.


PRAXIS | md.plus

Was im Deutschen übrig blieb

Zur Aufbereitung fremdsprachiger Produktionen in der deutschen Film- und Fernsehindustrie

Werner C. Barg

30.03.2022 | Der Filmklassiker Once Upon a Time in the West von Sergio Leone kam in Deutschland mit dem Titel Spiel mir das Lied vom Tod in die Kinos. Wie es dazu kam und was noch so passieren kann, wenn fremdsprachige Produktionen bei uns auf den Markt kommen, beschreibt Werner C. Barg in folgendem Beitrag.

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POLITIK + RECHT | md.plus

Fake News und Propaganda in Krisenzeiten

Wie schaffen wir mehr Unabhängigkeit im internationalen Journalismus?

Joachim von Gottberg

10.03.2022 | In Kriegs- und Krisenzeiten ist die mediale Berichterstattung von größter Bedeutung. Über sie wird die Bevölkerung informiert und zu einem bestimmten Verhalten motiviert. Im Kriegsfall nutzen Regierungen die Medien, um nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern die ganze Welt vom eigenen Standpunkt für oder gegen den Krieg zu überzeugen. Dabei kommt es vor, dass Medienanbieter von Regierungen gezwungen werden, einseitig deren Position zu verbreiten, auch wenn diese auf Lügen beruht. Wie weit kann man also den Medien glauben? Welche Überlegungen gibt es, um die Berichterstattung unabhängiger von staatlichen oder wirtschaftlichen Einflüssen zu machen?